Vom Meer in die schwarzen Berge – Montenegro Teil 2

So nun geht es weiter, ich hoffe ihr könnt euch noch an Teil 1 erinnern.

Wir schreiben mittlerweile Mitwoch den 06.06.2018. Auch heute wieder wollten wir früh raus um vor allem den Nachtzug aus Belgrad in den Bergen zwischen Bratonozici und Bioce fotografieren. Und wir mussten rechtzeitig da sein, nicht dass wieder der Autozug vor dem Nachtzug läuft. Also fuhren wir mal raus, die Straße in die Berge verläuft dabei immer recht optimal mit Blick auf die Bahn, sodass man sehen konnte was auf dem Gleis los ist. Es war nichts los. Das war im Prinzip gut für uns, denn wir mussten erstmal das Motiv suchen. Von einem Hang aus sollte ein Blick in die gewünscht Kurve möglich sein. Der Weg zum Motiv war in Prinzip auch kein Problem, aber er führte quasi mitten durch die Autobahnbaustelle. Ja genau es wird eine Autobahn in Richtung Serbien gebaut. Das soll und wird sich aber noch eine Weile hinziehen bis die fertig gestellt ist aber das Ende der Nachtzüge wird die Eröffnung, zumindest die durchgehende sicher einläuten. Ich fuhr jedenfalls einfach mal durch und es war auch kein Problem, da sich niemand für uns interessierte. Ich parkte unser Auto und das Motiv war neben dem Weg dann auch recht schnell gefunden.

 

Hier rollt er mit lautem Lüftergeräusch den Berg herunter. Der B433 „Lovcen“ von Belgrad nach Bar, gezogen von 461-035.

Wir warteten noch eine Weile, ob noch ein Güterzug hinter dem Nachtzug herfährt. Nach etwa 20 Minuten packten wir aber zusammen, da wir die Hoffnung schon aufgegeben haben. Als wir schon kurz vorm Auto waren Lüfterte es plötzlilch wieder! Der Autozug! Er kam tatsächlich nach dem Nachtzug den Berg herunter. Wir sprinteten schnell wieder an die Stelle und konnten den Zug schön mitnehmen.

 

Ein Zug mit vielen Fiat 500L in den Bergen von Montenegro. 461-030 bremste den Zug zwischen Bratonozici und Boice ab.

Somit steht es 2:2 für die Güterzüge. Das freute uns sehr. Da wir eh in Richtung Podgorica wollten versuchten wir noch eine Verfolgung des Zuges an die Brücke über den Haltepunkt Aerodrom südlich von Podgorica. Dazu mussten wir aber erst durch den Stadtverkehr. Ich heizte erstmal drauf los, verlieren können wir ja nix. Bei der Abzweigung zur Hauptstraße ist uns bei der Anfahrt ans Motiv eine Polizeikontrolle aufgefallen, doch die interessierten sich auch bei der Verfolgung nicht für uns. In flotter Fahrt ging es über die vierspurigen Straßen durch Podgorica. Es würde eine knappe Kiste werden, aber hey, mit mir als Meister der Zugverfolgungen sollte es schon klappen. Und so war es dann auch, wir parkten unseren Sandero am Fuße der Brücke und liefen die Straße entlang hoch, dabei konnten wir den Zug hinten am Horizont immer schon sehen. Es war eine Punktlandung!

 

Von der Brücke über den Haltepunkt Aerodrom konnten wir en Autozug, angeführt von 461-030, nochmals in voller Länge umsetzen.

Jetzt hatten wir zwei Möglichkeiten, zum einen versuchen den Autozug noch weiter zu verfolgen, was aber schwer werden würde, da man überwiegend nur auf zweispurigen Straßen fahren würde und der Verkehr sein Übriges tut, oder auf den Tageszug nach Belgrad warten, welcher auch gleich kommen müsste. Wir entschieden uns für den Tageszug nach Belgrad und machten ihn ebenfalls von der Brücke aus.

 

461-043 bog kurze Zeit später mit dem B430 „Tara“ um die Ecke. Diesmal gabs den Teleschuss. Die Wagen waren heute übelst zugeschmiert.

Nun wussten wir nicht so recht was wir machen sollten. Gestern um die Zeit hatten wir aber den Güterzug von Bar hochkommend gesehen. Die Überlegung war ob der heute auch wieder so fährt. Als Motiv haben wir uns nochmals den Damm durch den Skutarisee bei Vranjina ausgesucht. Denn wenn der Güterzug tatsächlich kommt, dann macht er sich an dem Motiv am Besten. Wir warteten gute 2 Stunden in der vollen Sonne, nur die kleine Kapelle am Friedhof an welchem man steht spendete etwas Schatten. Ich döste irgendwann leicht ein und als ich zufällig mal hochschaute schon sich gerade ein Eisenbahnfahrzeug ins Motiv! Wir sprangen voller Freude auf doch es war leider nur ein SKL, welcher doch sehr unterging an dem Motiv, daher zeige ich ihn nicht. Als dann das Licht aber doch gänzlich rum war beschlossen wir den Nahverkehrszug von Bijelo Polje kommend zu machen. Das gestaltete sich insofern schwierig, da wir kein so ein rechtes Motiv gefunden haben. Ich schlug vor sich an den Tunnel zwischen Vranjina und Virparzar zu stellen um den Damm über den Skutarisee umzusetzen.

 

Gestern fuhr der PT6103 lokbespannt, warum also auch nicht heute. 461-042 von Montecargo beförderte ihn über den Skutarisee. Das Licht war zwar nicht optimal da Hochlicht war, aber es ist dennoch nett anzusehen.

Anschließend wollten wir man an die Piste nach Niksic fahren um die neuen CAF Triebwagen in ihrem eigentlich vorgesehenen Einsatzgebiet fotografieren zu können. Die Motive rund um Stubica, welche man im Internet gesehen hatte, versprachen viel. Schöne felsige Landschaft und saubere Züge. Also fuhren wir mal in die Gegend. Auf dem Weg nach Stubica kurz hinter Podgorica überholten wir einen Schaftransport, welcher unsere Gemüter erfreute. Wir steuerten Stubica mal an, den Haltepunkt haben wir auch schnell gefunden, doch die Zufahrt war uns dann doch zu heikel, sodass wir unser Auto oben an der schmalen Straße geparkt haben. Wir suchten ein gutes Motiv fanden es aber nicht in der Form, sodass wir dann etwas improvisieren mussten, was mir aber trotzdem gut gefiel. Dennis kletterte den Felsen noch etwas hoch, was mir aufgrund der scharfkantigen Steine nicht zusagte.

 

Wir überholten einen zweier Golf mit selbstgebauten Anhänger zum Schafetransport auf dem Weg in Richtung Niksic.

Der Zufahrtsweg zum Haltepunkt Stubica. Der Blick geht in RIchtung Straße. Der Abhang rechts war reltiv hoch und mit scharfkantigen Felsspitzen gespickt. Wir gingen lieber zu Fuß auf Motivsuche.

Über das Gleis wanderten wir zum Motiv. Vom HP aus in Richtung Podgorica wanderten wir einige 100 Meter und begnügten uns mit diesem Motiv. 6111 107 kam als PT7104 um die Ecke. Mir gefällts, gerade wegen dem Blick auf die Felsformationen im Hintergrund.

Für die Rückfahrt verlief die Suche lieder nicht so zufriedenstellend. Die Strecke ist teilweise kaum zugänglich, da sie durch das wunderschöne aber teilweise schroffe Zetatal führt. Nur wenige Blicke gibt es auf die Strecke und auch nur wenige Kreuzungen mit Straßen. An der Einfahrt des Bahnhof Ostrog machten wir dann unser Bild. Es ist zwar nicht das allerbeste Motiv aber mit der Felswand im Hintergrund kann ich damit leben.

 

6111 109 kommt als PT7107 wieder aus Niksic zurück. Hier fährt er gerade in den Bahnhof Ostrog ein, an welchem an diesem Tag kein Reisendenwechsel stattfindet.

Anschließend wollten wir wieder zurück an die Hauptstrecke nach Bijelo Polje wechseln. Bijelo Polje ist überigens der Grenzbahnhof zu Serbien und der Anschluß Montenegros an das restliche Eisenbahnnetz in Europa. Wir hatten den gestrigen leeren Autozug im Hinterkopf. Dieser fuhr gestern etwa 40 Minuten vor dem lokbespannten Nahverkehrszug nach Bijelo Polje. Das würden wir knapp schaffen, also versuchten wir es mal. Das Motiv ist leicht zu finden da quasi von der Hauptstraße aus einsehbar. Wir stellten uns mal auf und warteten was so passieren würde.

 

Der leere Autozug kam heute jedenfalls nicht vor dem Nahverkehr. 461-039 hat den PT6102 im schlapp und passiert gerade die Ortslage von Stara Zlatica etwas nördlich von Podgorica.

Wir setzten uns nach dem Nahverkehrszug wieder ins Auto, welches etwas Schattenspendete, bis sich ein weiterer Zug ins Motiv schob. Es war ein Güterzug! Aber nicht der erhoffte leere Autozug sondern ein kurzer Containerzug. Die Freuede war riesengroß!

461-037 rollt mit einem kurzen Containerzug in die schwarzen Berge.

Und hier nochmal in weitwinkliger Form.

Nunja, das war doch mal schön! Jetzt steht es schon 3:2 für uns, was die Güterzüge betrifft.

Wir warteten nochmals einen guten Block ab, ob der Autozug nicht doch noch kommt. Kam aber nicht. Daher brachen wir langsam auf in Richtung Skutarisee. Denn von der Festunf bei Vranjina könnte auch was gehen und gestern kam ja zu der Zeit der saubere CAF Triebwagen und vielleicht ist es heute ja auch so. Also sattelten wir unseren Sandero und fuhren da mal hin. Wir parkten an dem dortigen Restaurant, da dies einen größeren Parkplatz hatte. Wir mussten ein Stück entlang der Hauptstraße, welche über den Damm führt. Dann stand da ohne jegliche weitere Zuwegung der Wegweiser zur Burgruine. Er wieß über die Gleise, was hierzulande niemals möglich wäre. Doch in Montenegro war dies überhaupt kein Problem und so stiegen wir übers Gleis und liefen in die Ruine. Ein paar gute Ausblicke gab es auf die Bahn, doch leider war den Dann derart zugewachsen, dass wir uns mit einem Nachschuss begnügen müssten. Es kam dann leider auch einer der vollgeschmierten Elektrischkas um die Ecke, was natürlich jetzt nicht so toll war aber ich nahm den Zug gerne mit.

 

Alr PT6156 fährt ein unerkannt gebliebener 412 über den Damm über den Skutarisee bei Vranjina. Im Vordergrund sind die Mauern der Burgruine zu erkennen.

Anschließend fuhren wir nochmals nach Sutomore um den Nachtzug nochmals auf dem Viadukt umzusetzen. Auch wenn das wieder zweimal 2,50 € Maut für den Straßentunnel und die kurze Autobahn kosten würde, aber es war die schnellste Verbindung und wir haben ja Urlaub. Heute wissen wir, wie man am einfachsten zur Stelle kommt, nachdem wir gesten Abend den steilen Hang hinauf geklettert sind. denn in etwa auf Höhe des Standpunktes kann man ganz einfach vom Weg übers Gleis. Das muss man wissen. Wir zwickten noch einen kleinen Busch etwas die Äste ab, damit der nicht weiter stört da raschelte es plötzlich direkt hinter uns. Verwundert drehte ich mich um und eine kleine Schildkröte war gerade am Fressen. Das erst Mal dass ich ne Schildkröte in freier Wildbahn sehe.

Hinter uns genoss eine kleine Schildkröte ihr Fressen.

Und danach machten wir mit dem B432 „Lovcen“ das Bild welches wohl fast jeder in Montenegro macht. Diesmal klappte es mit der Sonne und 461-035 war die Zuglok.

Anschließend fuhren wir erschöpft aber zufrieden ins Hotel nach Podgorica zurück. Nach einer entspannenden Dusche ging es dann sofort hinunter ins Hoteleigene Restaurant. Ich bestellte mir eine Art Cordon Bleu, welche auch Dennis aussuchte. Das waren drei Fleischrollen (Ja Rollen und keine Röllchen) mit Schinken und Soße gefüllt und oben drauf auch nochmal Soße. Dazu gabs Pommes und ein Nik‘.

Fleischrollen nach grober Cordon Bleu Art. Ich fands lecker und wurde mehr als satt. Aber ich hatte auch einen gscheiten Hunger.

Während des Essen kam dann auch der leere Autozug in Richtung Kragujevac in den Bahnhof eingefahren. Wir hatten ihn also doch nicht irgendwie verpasst, er fuhr heute nur wesentlich später. Ich zähle ihn aber nicht auf unseren Counter, denn in der Finsternis hätten wir ihn eh nicht fotografiert. Zufrieden stiegen wir dann irgendwann in unser Bett!

 

Donnerstag, 07.06.2018

Der Wecker klingelte wieder zum Sonnenaufgang. Heute hieß es Koffer packen! Am Abend wollten wir weiter in Richtung Mostar in Bosnien. Das mit dem frühen Aufstehen war heute etwas blöd, da es ziemlichen Schlonz hatte. Naja wir hofften, dass der sich auflösen wird und fuhren mal an die Piste nach Niksic. Vor den Toren Podgoricas stellten wir uns mal auf eine Brücke, das war zwei kein „Übermotiv“ aber mit gefiel es und die Zeit wurde auch schon kanpp sich was anderes zu suchen. Dann kam auch wieder 6111 109 welcher ein kleines Grafitti hatte, langsam dachten wir daran, dass nur einer der drei neuen CAF Triebzüge betriebsbereit wäre und zwar der 107/109. So war es dann anscheinend auch, da wir nur diesen zu Gesicht bekamen.

Durch das Weingut Zeta rollt 6111 109 als PT7101 auf Podgorica zu.

Die Rückfahrt nach Niksic wollten wir an einem Weitblick von Povija aus machen und so fuhren wir durch das Zetatal in diese Richtung und bogen dann von der Hauptstraße auf die kleinere Straße ab, an welcher es auch zum Haltepunkt Stubica ging. Den Ort fanden wir relativ zügig und auch die Stelle war quasi direkt neben der Straße. Ein kleiner Busch störte etwas und wurde von uns zurückgeschnitten, sodass andere Fotografen auch noch etwas davon haben.

6111 107 als PT7100 weit unterhalb des Ortes Povija zwischen den Haltepunkten Dabovici und Stubica auf dem Weg nach Niksic.

Auf jeden Fall hat sich der Schlonz am Himmel nun vollständig aufgelöst und der Weitblick durch das Tal war genial.

Für die Rückfahrt haben wir uns ganz in der Nähe ein Motiv ausgesucht, welches uns auf Anhieb ganz gut gefallen hat. Das war kurz unterhalb der großen Betonröhren des großen Wasserkraftwerkes zwischen Povija und Stubica. Es ging zwar direkt die Straße vor dem Gleis aber uns gefiel es und so parkten wir. Es war doch relativ viel Verkehr auf der Straße weshalb wir schon Angst hatten, dass uns ein Fahrzeug ins Bild fahren würde. Gut gegen einen Zweier Golf hätten wir nix, aber gegen ein weißes Wohnmobil schon. Aber es war alles gut! Dennis kletterte zudem noch rechts den Felshang hoch und hatte dadurch noch einen genialeren Blick in das Tal, aber das war mir zu gefährlich abzustürzen und körperlich hätte ich es auch nicht geschafft.

 

6111 109 als PT7103 an der Stützmauer zwischen Stubica und Dabovici.

Jetzt wussten wir erstmal nicht mehr so recht was wir machen sollten, also schauten wir uns mal in Niksic den Bahnhof an. Da es ja auch noch Güterverkehr dorthin gab wollten wir uns mal auch die Anschlussgleise ansehen, was da gehen würde. In Niksic selbst standen endlose Reihen an Eas Wagen herum und die Erde war überall rotbraun. Wir fuhren also erstmal zu dem einen Fabrikgelände, welches wohl mal ein Stahlwerk war, und schauten uns etwas um, aber die Gleisanlagen waren alle verwaist. Also fuhren wir weiter in den Maps.Me Offlinekarten auf unserem Handy waren weiter südlich noch Gleise zu einem Betrieb eingezeichnet. Wir schauten uns diese auch nochmals an und voilla! – hier rangierte gerade eine 644 ein paar Wagen. Wir parkten unser Auto um ein Bild davon zu machen. Wie soll ich es erklären? Die Situation vor Ort war so, dass neben das Straße ein Parkplatz durch einen Zaun abgetrennt war und auf der gegenüberliegenden Seite des Parkplatzes ein weiterer Zaun war und die Zäune durch das Gleis unterbrochen waren. Ganz unten am Parkplatz war die offizielle Zufahrt mit einem Pförtner gesichert. Wir sneakten also über das Gleis in den Parkplatz und liefen zum anderen Zaun um ein Bild der Rangierabteilung zu machen. Man konnte erkennen, dass hinten die Wagen mit Radladern beladen wurden und die Rangierabteilung quasi langsam immer weiter in das Gelände drückte. Wir machten zwei/drei Bilder und dann wurde der Pförtner auf uns aufmerksam und kam auf uns zu wir bemerkten das und traten den Rückzug zum Auto an.

Klick and Run! Von einem Firmaenparkplatz machten wir ein Bild der rangierenden 644-013 in Niksic.

Das Licht war zwar nicht optimal aber ich war durchweg zufrieden. Hier wird quasi Bauxit verladen welches aus den Minen um Niksic per LKW hierher gefahren wird und dann mit der Bahn weitertransportiert wird.

Wir fuhren nochmals zum Bahnhof zurück und wollten mal beim Fahrdienstleiter nach einem Güterzug fragen. Doch leider verstanden diese unser Anliegen nicht und gaben uns die Zeiten der Personenzüge zur Auskunft. Als wir nochmal speziell nach Güterzügen fragen und auf die abgestellten Güterwagen zeigten und auf die Kamera und so waren sie wohl ganz verwirrt und meinten das ginge nicht, wegen der Oberleitungen. Schade leider haben wir nicht die Auskunft bekommen, welche wir wollten. Also stellten wir uns mal auf der Sonnenseite des Bahnhofes auf um zu beobachten. Irgendwann kam dann tatsächlich die 644 mit den Wagen aus dem Werk gezogen und umfuhr.

644-013 rangierte im Bahnhof Niksic.

Wir beobachteten mal ob sie den Zug nach Podgorica bringen würde oder ob sie sich auf eine andere Wagenschlange setzt. So war es dann auch. Also suchten wir eine Stelle wo das Licht passen würde für eine Fahrt zu dem Werk. Der erste Bahnübergang war nichts also sind wir zu einem anderen gefahren, wo man recht spitz draufhalten müsste aber die Umgebung nett und ländlich wirkte.

Wir warteten nicht sehr lange bis 644-013 mit der Übergabe kam.

Es war halt Hochlicht. Wie es um die Mittagszeit in der Jahreszeit leider überall so ist. Wir freuten uns sichtlich über das Bild und die Geste des Lokführers nach Geld war zwar eindeutig im Vorbeifahren aber wir lehnten mit mit andere Geste ab.

Der Zug war dermaßen langsam, dass wir versuchten den Zug nochmals an dem Bahnübergang an der Einfahrt des Werkes nochmals machen und verfolgten. Die Verfolgung klappte reibungslos, da der Zug eine kleine Schleife fahren musste und sehr langsam unterwegs war.

Hier ist die Übergabe kurz vor dem Bahnübergang an der Einfahrt zu dem Werk in welchem das Bauxit verladen wird.

Somit stand es für die Güterzüge 3:2 für uns. Das war herrlich und stolz wie Bolle fuhren wir zurück in Richtung Stubica, denn wir wollten den nächsten Triebwagen nach Niksic machen. Den Weg nach Stubica kannten wir mittlerweile und so klappte die Anfahrt problemlos. Vor Ort suchten wir ein Motiv an welchem die Sonne passend stehen würde. Das Gelände dort ist teilweise schwer zugänglich, aber wir haben eine passende Zuwegung gefunden. Dennis klettere derweil wieder auf den Felsen während ich eher unten blieb, da mir das etwas zu gefährlich war mit den scharfen Kanten.

So erwarteten wir den sauberen CAF Triebzug, doch mit etwas verspätung kam zu unserer Enttäuschung eine total versiffte Elektrischka um die Kurve.

Bei Stubica kam mit 412-045 leider nicht der erwartete saubere CAF-Triebwagen sondern eine übel aussehende Elektrischka.

Das vermieste uns etwas den Abschluss in Montengro aber ich bin immer der Optimist und lasse mich von solchen Sachen nicht unterkriegen, man weiß ja wo man hinfährt und wie die Fahrzeuge dort aussehen. Also fuhren wir einmal durch den Berg um beim Blick auf Niksic auf die Rückfahrt der Elektrischka zu warten.

Die Elektrischka kommt von Niksic als PT7107 zurück und überquert dabei gerade die Zeta.

Direkt nach dem Damm fährt der Zug durch einen Tunnel. Diesen Berg wollten wir auch durchqueren um den Gegenzug aufnehmen zu können. Direkt am Hang auf der anderen seite ist mir ein Motiv aufgefallen. Das gefiel uns und deshalb fuhren wir den Weg mal rein. Da hatten wir wirklich Glück, denn auf diesem Feldweg war enorm viel LKW-Verkehr. Gott sei Dank ist uns da keiner entgegengekommen. Aber ich fand für unseren Sandero eine kleine Parkbucht und stellte ihn ab. Wenn wir das mit dem Verkehr gewusst hätten, wären wir zu Fuß hochgelaufen. Jedenfalls war es ein grandioses Motiv. Wir mussten nur noch zwei Büsche zurückschneiden, dann würde es passen. Da Dennis in dem schroffen scharfkantigen Hang leichtfüßiger unterwegs war, übernahm er diese Aufgabe. Dann rollte es plötzlich von hinten. Es kam ein Güterzug von Niksic! Das war extremst ärgerlich, denn wäre der doch wirklich genial auf der Brücke über die Zeta von vorhin gekommen. Schade, wir spekulierten dass evtl einer von Podgorica hochkommen würde. Tja wären wir mal zur Kontrolle nochmals zu Bahnhof gefahren. Wir hatten einfach die Leerfahrt nicht mitbekommen. Nunja also warteten wir nur noch auf den Triebwagen in Richtung Niksic. Diesmal war es auch wieder der saubere CAF 6111 107 welcher an dem genialen Weitblick vorbeisauste. Das war für mich im Nachhinein betrachtet das Bild aus Montenegro.

Wir ärgerten uns über den Güterzug von Hinten. Wäre er doch am Motiv vorher perfekt gekommen. Somit steht es wieder 3:3 für die Güterzüge.

Nach dem Entfernen des letzten Busches war dann der Blick perfekt für 6111 107 als PT7112. Hier kurz vor Niksic. Mein persönliches Lieblingsbild aus Montenegro.

Da jetzt nicht mehr mit einem Güterzug in Richtung Niksic zu rechnen war, starteten wir in Richtung Mostar nach Bosnien. Die Fahrt sollte gut 3 Stunden dauern und beim Grenzübergang Dolovi hielten wir noch kurz an um ein Foto der tollen Landschaft zu machen.

Atemberaubende Landschaft bei Dolovi, direkt an der Grenze von Montenegro und Bosnien.

Wir folgten der ehemaligen Trasse der Schmalspurbahn von Niksic nach Trebinje und fuhren durch Trebinje um auf Mostar zuzusteuern. Irgendwann wurde ich müde und übergab das Steuer an Dennis, welcher uns die restliche Stunde noch gut nach Mostar brachte. Als Hotel haben wir das Hotel Villa Eden ausgesucht, welches auch gleich ein Restaurant dabei hatte.

Ich habe mir leckere Cavapcici mit Pommes bestellt und mir blieb in Erinnerung dass die junge Kellnerin wohl noch nicht so erfahren war, da unsere Getränke lange nicht gekommen sind und dann nach Nachfrage auch erst nachdem wir das Essen schon hatten.

Während Dennis nach dem Essen bereits sehr müde war und ins Bett ging, genehmigte ich mir noch das ein oder andere Bier auf der Terasse des Hotels.

Mit Ausblick über die Stadt gab es für mich noch ein paar Biere bevor auch ich ins Bett ging.

So das wars nun im zweiten Teil, der nächste folgt demnächst.

 

 

 

 

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