Japan ohne Bahn (2)

So, heute geht’s nun weiter mit Teil 2 derjenigen Bilder, welche mir eine mehrwöchige Dienstreise auf die japanische Insel Okinawa beschert hat

Auf Empfehlung eines Kollegen besuchte ich am nächsten Ausflugstag die Nuchi-una Salzfabrik. Dort wird Meerwasser in die auf einer Klippe liegende Fabrik gepumpt und in einem patentierten Verfahren mit Hilfe von Ventilatoren in der Fabrikhalle fein zerstäubt. Das Wasser verdampft dabei und es entsteht ein sehr feiner Salzniederschlag. Dadurch wird im Gegensatz zu herkömmlichen Salzgewinnungsverfahren nicht nur Natriumchlorid sondern alle anderen im Meerwasser enthaltenen Salze abgeschieden. Das so gewonnene Salz hat letztlich einen deutlich geringeren Anteil an Natriumchlorid – und das schmeckt man tatsächlich.

Von der Salzfabrik selber gibt’s keine Fotos, dafür habe ich mich auf dem umliegenden Gelände etwas umgesehen.

Als erstes strahlte mich eine Hibiskusblüte an. Diese Sträucher findet man an vielen Stellen in freier Natur.

Einige Meter weiter hatte ich ein seltsames Gefährt entdeckt: Ein Zuckerrohrvollernter. Zuckerrohr ist eines der landwirtschaftlichen Hauptprodukte Okinawas. Die vorne am Fahrzeug angebrachten Schnecken ziehen das Zuckerrohr zum Fahrzeug, wo es abgeschnitten und gehäckselt wird und letztlich im hinten angehängten Auffangsack landet.

Einmal umgedreht und schon steht man wieder im undurchdringlichen Dschungel.

Der an die Salzfabrik angegliederte Aussichtspunkt bot auch einen netten Blick auf den pazifischen Ozean.

Wieder zurück am Parkplatz entdeckte ich diese interessanten Früchte. Es gab auch ein Schild, auf dem erklärt war, um was es sich da handelt, aber zur Übersetzung reichten meine Sprachkenntnisse leider nicht aus. 😉 Essbar scheinen die Früchte zu sein – aus der Ferne hatte ich einen Spaziergänger beobachtet, der die Früchte pflüchte und verzehrte.

Bei der Inselerkundung fand ich auch einen frisch in den Urwald geschlagenen Weg zu einer imposanten Felswand mit angegliedertem Aussichtspunkt und es bot sich wieder mal ein Blick auf die allgegenwärtigen Pilzfelsen.

Die Felswand war durchaus sehenswert und bot verschiedenste Strukturen. Von nicht mehr tropfenden Tropfsteinen bis hin zu …

… ersten zaghaften Besiedelungsversuchen durch Pflanzen. Auch hier sind die Tropfsteine deutlich erkennbar.

Ein abschließender Blick und ich machte mich auf den Weg zurück zum Auto.

Am Hafen von Yonashiroikemi nutzte ich die Gunst der Ebbe, um diesen durch die beeindruckenden Kräfte der Gezeiten geformten Pilzfelsen zu dokumentieren.

Einmal Akuna Beach von oben…

… und hier derselbe Strand „von unten“.

Blick auf die schroffe und unzugängliche Westküste von Ikei-Island.

Zum Ende der Tagestour fand ich noch einen Zugang zu einem an der Ostküste gelegenen Strand auf Ikei Island. Beeindruckend fand ich hier, dass auf wenigen Metern vom Sandstrand über unwirtliche, scharfkantige Lavafelsen bis hin zu Dschungelbewuchs alles zu finden war.

Wenige Meter weiter ist der Strand komplett überwuchert.

Und wieder ein Stück weiter bietet sich ein Blick auf diesen bizarr geformten Strandabschnitt.

Löcher bohren können die Gezeiten also auch. 😉

Ein Blick durch’s Gezeitenloch.

Nach einer 180°-Drehung sah das Ganze so aus. Na, wer entdeckt den bei auflaufender Flut mutig im Meer stehenden Fischer?

Weit draußen türmen sich die auflaufenden Wellen zu mächtigen Bergen, ehe sie die weit vor dem Strand im Meer liegenden Felsen umspülen.

Auf dem Rückweg zur Hauptinsel fiel mein Blick dann noch auf diese durch die Ebbe fast trocken gelegten Pilzfelsen im Dämmerlicht.

Letzer Blick bei dieser Tagestour: Wir sehen die imposante, erst im Jahr 1997 gebaute Brücke zur Anbindung der Insel Hamahiga an die Hauptinsel.

Damit endete ein erlebnisreicher Tag, an dem ich zwar nicht viele Kilometer gefahren war, aber trotzdem sehr vielfältige Landschaft geboten bekam.

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