Kroatien / Slowenien: Kurzurlaub rund um Zagreb und Ljubljana

Ende Juni lagen einige Ruhetage vor meinem Urlaub so günstig, daß ich kurzfristig zu einer Balkan-Tour von zwei Kumpels dazustoßen konnte. So ging es am Abend des 17.06.15 nach München und von dort bewährt mit dem Lisinski im Schlafwagen über Nacht nach Zagreb.

Da am folgenden Donnerstag die anderen beiden Urlauber noch in Split sein würden, hatte ich mir vorgenommen, rund um Zagreb einige Triebwagen der Baureihe 6111 zu fotografieren, die dort im Vorortverkehr laufen und innerhalb des letzten Jahres endlich mal großflächig von Graffiti befreit wurden.
Schon bei den Planungen war mir aufgefallen, daß an meinem bevorzugten Fotostandort in Velika Gorica vormittags noch der Schnellzug nach Sarajevo vorbeikommen würde. Den wollte ich unbedingt erwischen! Nachdem zwischen der Ankunft des Lisinski in Zagreb und Abfahrt des B nach Sarajevo kein anderer Zug nach Velika Gorica fuhr und ich außerdem die Bushaltestelle für den Linienbus nicht sofort fand, nahm ich mir kurzerhand für ca. 40€ ein Taxi (ja, ich gebe zu, der Mercedes W124 lud schon wirklich sehr zur Mitfahrt ein 😉 ).

Den sonnigen Tag über war ich dann rund um den Bahnhof Velika Gorica gut beschäftigt. Dabei entstanden vielleicht keine Hammerbilder, aber es gibt dort im Umfeld doch ein paar nette Stellen, die man gut zu Fuß erreichen kann.

Am folgenden Freitag, den 19.06.15 traf ich dann meine beiden Kumpel, die mit dem Nachtzug aus Split in Zagreb angekommen waren. Wir wollten eigentlich die Stadt ein wenig erkunden und uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ansehen, jedoch spielte das Wetter nicht mit. Ein Regenschauer jagte den anderen und so verbrachten wir die meiste Zeit in verschiedenen Bars und Restaurants. 🙂
Immerhin war eine Mitfahrt mit der Standseilbahn möglich, die mir schon seit mehreren Jahren vorschwebte.

Noch am Abend fuhren wir im Sitzwagen des Nachtschnellzuges nach Zürich (mit Kurswagen aus Belgrad!) weiter nach Ljubljana. Die Verbindung zwischen den beiden gar nicht so weit auseinandergelegenen Hauptstädten Zagreb und Ljubljana ist leider derart schlecht, daß man auf die Nutzung des Nachtzuges angewiesen ist.

Am Samstag standen dann die Besichtigung des Bahnhofs und der Stadt Ljubljana auf dem Programm – natürlich mit ortskundiger Führung (Danke, Nejc! 😉 ).
Einerseits war das Wetter in Ljubljana besser als in Zagreb, andererseits gefiel uns auch die Stadt an sich wesentlich besser. Wirklich schön dort!
Und: Auch Ljubljana hat seit einigen Jahren eine Standseilbahn, nämlich hinauf zur Burg, die wir natürlich testen mußten.

Der Sonntag war auch gleichzeitig unser Abreisetag, doch vorher wollten wir noch etwas unternehmen. Unser private „Gästeservice Slovenija“ 😉 fuhr mit uns nach Koper. Nachdem die Kamera etwas Zicken machte, gibt es leider keine Bilder aus der Stadt. So ganz ohne Bahn kamen wir an diesem Tag aber auch nicht aus: Auf der Hinfahrt wollten wir in Hrastovlje mal sehen, ob sich nicht ein Güterzug blicken läßt und konnten prompt eine seltene Begegnung fotografieren. Auf der Rückfahrt machten wir dann noch Halt in Divaca um mit dem legendären 711 (gebaut 1970 bei WMD in Donauwörth als 1. Kl-Triebwagen) eine Runde ins kroatische Buzet und zurück mitzufahren.
Nach der Rückkunft im komplett modernisierten Bahnhof Divaca mußten wir noch kurz beim hinter dem Betriebswerk abgestellten Schienenbus vorbeischaun… 🙂

Leider hieß es dann schon wieder Abschied nehmen von Slowenien, denn noch am selben Abend ging unser „Lisinski“ nach München. Aber: Voraussichtlich schon im September gibt es ein Wiedersehen!

 

 

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